Kritik der Ästhetik

Der Begriff Ästhetik verdankt seine Geburt in der Philosophie der Neuzeit einem Buch, das Alexander Gottlieb Baumgarten 1750 unter dem Titel Aesthetica veröffentlichte. Er hat es abgeleitet vom griechischen Verb αισθάνεσθαι = mit den Sinnen und übertragen mit dem Geist wahrnehmen. Er begründete im ersten Abschnitt seines Buches das absolute ästhetische Streben nach Wahrheit als eine επιστήμη αισθητική = eine ästhetische Wissenschaft. Im §1 schreibt er: Die Ästhetik ist die Wissenschaft der sinnlichen Erkenntnis. Im §14 heißt es, Ziel der Ästhetik ist die Vollkommenheit der sinnlichen Erkenntnis als solcher. Dies aber ist die Schönheit. In §132 schreibt er über die ästhetische Würde: Das Erhabene ist die positive Würde des Menschen. Er übernimmt von Dionysios Longinos (1. Jhd. n. Chr.) dessen Wort περι ύψους = über das Erhabene als Stilbegriff.
40 Jahre später übernimmt Immanuel Kant in seiner Kritik der Urteilskraft (1790) das Erhabene als Begriff. Er relativiert das Schöne als Objekt eines allgemeinen Wohlgefallens, weder nützlich noch moralisch gut. Im Gegensatz dazu absolutiert er das Erhabene als das, was schlechthin groß ist.
Gegenstand meiner Kritik der Ästhetik ist dieses letzte Absolute in der Kant’schen Philosophie zu relativieren. Zum Text hier klicken.

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